Idee

Die Welt wächst, ihre Ressourcen schrumpfen

Das stetige Anwachsen der Weltbevölkerung und der damit einhergehende steigende Bedarf an Nahrung, Energie und verschiedenen Produkten des täglichen Lebens stellt die Gesellschaft vor eine immense Herausforderung: All diese Erzeugnisse basieren auf Erdöl, welches – ebenso wie der fossile Brennstoff Kohle – immer knapper wird.

Substitution als Schlüssel der Transformation

Die Bioökonomie, welche auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse eine Brücke zwischen Technologie, Ökologie und effizienter Wirtschaft schlägt, befasst sich seit einigen Jahren mit dieser Problemstellung und hat längst eine Antwort darauf gefunden, wie die bislang erdölbasierte Wirtschaft in eine biobasierte transformiert werden kann. Substitution lautet die Schlüsseltechnologie der Zukunft und der Fokus des hier zugrunde liegenden Forschungsvorhabens im Rahmen des Spitzenclusters BioEconomy.

Dabei sollen endliche Rohstoffe durch nachwachsende substituiert werden, im konkreten Fall der Kunststoffherstellung – Erdöl durch Holz.

Ressourceneffiziente Materialkonzepte

Im Verbundvorhaben EffiMat – „Multifunktionale Substitutionswerkstoffe für ressourceneffiziente Materialkonzepte“ arbeiten die sechs Clustermitglieder BARiT Kunstharz und Belagstechnik, Fraunhofer CBP, Fraunhofer IMWS, Hennecke PU Technology, Miltitz Aromatics und ö_konzept daran, erstklassige Rohstoffe auf natürlicher Basis zu gewinnen, um damit Erdöl bei der Produktion von Kunststoffen zu ersetzen. Konkret gilt es, Biopolymere beziehungsweise Beschichtungen und darauf abgestimmte Verarbeitungstechnologien zu entwickeln und zu etablieren.

Biobasierte Kunststoffe aus Holz-Nebenprodukten

Ziel des Projektes ist die ganzheitliche Nutzung des Rohstoffs Holz, um neue Spielräume für innovative Substitutionswerkstoffe zu schaffen, die mit vergleichbaren oder vollkommen neuen Eigenschaften, konventionelle Werkstoffe ersetzen. Ausgangspunkt für diese Bemühungen sind Nebenprodukte der Zellstoffherstellung auf deren Basis sich mittels verschiedener synthetischer Aufbereitungsstufen hochwertige Harzsysteme herstellen lassen.


Bild: Raben

 

Projektleiter

Dipl.-Phys. Andreas Krombholz
Fraunhofer IMWS Halle
Walter-Hülse-Straße 1
D-06120 Halle (Saale)

Tel.: +49 (0) 345 5589153
andreas.krombholz@imws.fraunhofer.de